Barocke Formstrenge neu interpretiert
Mit „Quasi una Passacaglia“ präsentiert sich ein Werk, das die Brücke zwischen der ehrwürdigen Tradition des Barock und einer zeitgemäßen Tonsprache schlägt. In der klassischen Tonart a-Moll gehalten, entfaltet dieses Trio eine meditative und zugleich dynamische Sogwirkung.
Wie der Titel verrät, basiert das Stück auf dem Prinzip der Passacaglia. Das Klavier übernimmt hierbei die Rolle des unnachgiebigen Fundaments: Streng dem Schema folgend, bildet eine sich stetig wiederholende Sechzehntel-Figur das rhythmische und harmonische Gerüst über dem Puls ruhiger Oktaven in der linken Hand.
Darüber entfaltet sich in den beiden Flöten ein melodischer Dialog. Fließende Sechzehntel-Ketten, abgewechselt von Achteln, die sich wiederholen und ständig neu variiert werden, weben ein dichtes Klangnetz. Die Stimmen imitieren sich, ergänzen einander und führen das barocke Variationsprinzip in eine moderne, fließende Form mit anschließer Beruhigung im Schlussteil.
Stilistik & Charakter
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Struktur: Eine faszinierende Mischung aus der Strenge eines Ostinatos und der Freiheit melodischer Variation.
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Klangfarbe: Durch die Tonart a-Moll und die stetige Bewegung entsteht eine dichte, fast hypnotische Atmosphäre.
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Anspruch: Die fließenden Sechzehntel-Passagen fordern eine präzise Fingertechnik und ein enges Zusammenspiel der Flöten.
Zielgruppe & Anlass
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Zielgruppe: Fortgeschrittene Schüler, Studenten und Ensembles, die ihre Geläufigkeit und ihr rhythmisches Zusammenspiel an einer klassischen Form trainieren möchten.
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Anlass: Ideal für Konzerte mit dem Schwerpunkt „Barock & Moderne“, als anspruchsvolles Prüfungsstück oder als eindrucksvoller Programmpunkt bei Wettbewerben.
Über Heinz Reichert
Heinz Reichert absolvierte ein Mathematik- und Musikstudium an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität Frankfurt. Er war Schulleiter einer städtischen Musikschule im VfV, Chorleiter zahlreicher Chöre mit unterschiedlicher Besetzung, Lehrer an einer privaten Realschule in kirchlicher Trägerschaft.
Überdies schloss er Weiterbildungen als Wahrnehmungstrainer (AVWF), in Klangmassage (nach Peter Hess) und schließlich in Musiktherapie (IEK) ab.
Heinz Reichert nennt viele seiner Kompositionen „Musik zur Entschleunigung“. Sein Hauptanliegen ist es, Menschen in die Entspannung zu führen.
„Wenn meine Musik mir innere Ruhe bringt, kann sich diese Empfindung auf die Zuhörer übertragen.“
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